Klettern im Mirusha-Canyon
Kosovo, September 2023
Versteckte Becken, Kletterpassagen – der Mirusha-Canyon im Kosovo führt durch eine Kaskade von Wasserfällen.
Der Mirusha Canyon ist ein etwa 10 km langer Canyon im Westkosovo. Von der Ortschaft Llapceve zweigt ein etwa zweieinhalb Kilometer langer Schotterweg zu den Wasserfällen ab. Man muss für den Parkplatz einen Euro Parkgebühren zahlen, mit dem Wohnwagen zwei Euro. Unten am Eingang zum Canyon befindet sich ein Cafe. Auf der linken Seite geht ein kleiner Wanderweg den Canyon hinauf. Dieser besteht auf mehreren Becken, welche durch Wasserfälle miteinander verbunden sind. Der Canyon wird, je weiter man hineinläuft immer schmaler. Der Weg ist sehr gut mit Trittstufen und Drahtseilen gesichert, ähnlich wie ein kleiner Hochseilgarten. Ganz am Ende geht der Weg eine steile Felswand hoch. Auch wenn dieser Abschnitt ohne Äquipment machbar ist, empfehle ich jedem, eine Sturzsicherung zu verwenden. Dafür hat man oben ein Becken zum Baden ganz für sich alleine. Das Wasser war Anfang September schon etwas kühler aber trotzdem noch angenehm zum Schwimmen. Unten beim Cafe haben wir zu Abend gegessen und den Besitzer gefragt, ob wir irgendwo zelten könnten. Wir durften unser Zelt auf einer kleinen Wiese bei ihm im Garten direkt am Flussufer aufstellen. Am nächsten Morgen wind wir weiter gefahren Richtung Serbien. In Juni 2023 untersagte der Kosovo Serbischen Autos, in den Kosovo einzureisen. Doch wir wären nicht im Balkan, wenn es dafür keine pragmatische Lösung gäbe: Man klebe einfach das Nummernschild ab. In Mitrovica überquerten wir den Fluss Ibar, welcher die Grenze zum überwiegend von Serben bewohnten Nordkosovo markiert. Hier sahen wir auch auch sogleich die erste Orthodoxe Kirche seit Tagen. Die Kirche war innen sehr schön dekoriert.
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